Den obere Titel Postmodern - Pre - Vedic - Tantric Chanting habe ich deswegen so genannt, weil ich einerseits versuche, das archaische Element des Shakta Tantra zu zeigen, und in diesem Sinne unterscheidet es sich auch vom Yoga, auf der anderen Seite bin ich mir bewusst, dass es nur mein "westlicher" Blickwinkel ist, der letztendlich niemals so authentisch sein kann wie die Wirklichkeit.
Mittwoch, 01. Juli 2009
Postmodern - Pre - Vedic - Tantric Chanting
Chanting, also das rezitieren "heiliger" Buchstaben kennen wir hier im Westen von den Buddhisten und auch vom Yoga. Abseits vom Eso Om Yoga Quatsch beschäftigen wir uns im Shakta Tantra auch mit uralten, nahezu schamanistischen Techniken des Chantens, die Teil komplexer und faszinierender tantrischer Rituale sind. In diesem Video habe ich versucht, ein Gefühl davon zu geben, wie soetwas aussehen kann, wobei ich den eigentlichen Sinn davon verschlüsselt und verändert wiedergebe, da es sich bei Shakta Tantra um eine Geheimleere handelt, die nicht aus Büchern oder Texten zu entschlüsseln ist.
Den obere Titel Postmodern - Pre - Vedic - Tantric Chanting habe ich deswegen so genannt, weil ich einerseits versuche, das archaische Element des Shakta Tantra zu zeigen, und in diesem Sinne unterscheidet es sich auch vom Yoga, auf der anderen Seite bin ich mir bewusst, dass es nur mein "westlicher" Blickwinkel ist, der letztendlich niemals so authentisch sein kann wie die Wirklichkeit.
Den obere Titel Postmodern - Pre - Vedic - Tantric Chanting habe ich deswegen so genannt, weil ich einerseits versuche, das archaische Element des Shakta Tantra zu zeigen, und in diesem Sinne unterscheidet es sich auch vom Yoga, auf der anderen Seite bin ich mir bewusst, dass es nur mein "westlicher" Blickwinkel ist, der letztendlich niemals so authentisch sein kann wie die Wirklichkeit.
Montag, 29. Juni 2009
3 neue Webseiten
Information zu meinen neuen Domains: In Zukunft wird es 3 verschiedene Seiten geben, die im Moment noch zu einer Domain umgeleitet werden:
tantra-yoga-wien.at
tantra_is_dead.at
perin-wogenburg.net
weitere Infos darüber in Kürze
tantra-yoga-wien.at
tantra_is_dead.at
perin-wogenburg.net
weitere Infos darüber in Kürze
Samstag, 04. Oktober 2008
Auszug meiner Aussendung vom September 2008

Die Tendenz zur Simplifizierung komplexer spiritueller Prozesse ist ein Wesenszug des New Age der letzten Jahrzehnte. "Erleuchtung" sollte möglichst schnell erlernt werden können. Tradierte spirituelle Systeme, wie Yoga, Taoismus oder Buddhismus werden heute gerne auf ein Wochenendprogrammniveau zusammengeschraubt, um uns in möglichst kompakter Form ein Harmoniepaket zu verkaufen, das dann im beruflichen und privaten Leben Wunder vollbringen soll. Fast jeden Tag erscheinen Bücher von vereinfachten und neuen Yogastilen, die sich auf alte Traditionen und Schriften berufen, aber vereinfacht, neu und bunt. Soweit alles gut und schön. Aber ob das im Sinne der Erfinder war?
Viele für uns Westler angepassten Esoterik Schulen, wie z.b.. Xvatar.com (Name von mir abgeändert), meistens aus den USA nach Europa importiert, vermitteln Spiritualität und geistige Befreiung als Franchising Unternehmen in McDonalds Form, deren "secrets" bei mehrmaligen Hinsehen von alten vergessenen Büchern in alten, fast vergessenen Sprachen (Sanskrit) entlehnt wurden und mit amerikanischen Copyrightetiketten versehen, als Esoteric Big Macs and uns Leute weiter verkauft werden. Zumindest in den USA klappt das ganz gut.
Auch indische Systeme versuchten sich kompakter darzustellen, als sie eigentlich erdacht waren, um den sogenannten Anforderungen des modernen Lebens gerecht zu werden. So entwickelten sich parallel zu vielen amerikanischen Fast Enlightenment Ketten auch indischen Meditationsysteme wie "Transzendentale Meditation" oder "Sahaja Yoga" zu einem Massenmagneten für die vereinfachte Suche nach dem innersten Kern des innersten Universums.
Am schlimmsten ist es dem Tantra ergangen, dessen revolutionäre Programmatik, Sexualität in die spirituelle Praxis zu integrieren, zum grausam riechenden Mischmasch von Shiva-Shakti-Pipili Theorien verkommen ist.
eine meiner Lieblingsgeschichten....
eine weitere Übersetzung aus dem Buch "Aghora1"
KALI AND KALIDASA
Ma hat mich gut erzogen. Sie ließ mich um einige meiner früheren Geburten wissen, diejenigen, die für meine gegenwärtige Existenz am wichtigsten sind. Sie wollte aber nicht, dass ich alles auf einmal lernte. In einem Theaterstück ist es manchmal gut, wenn die Schauspieler nicht genau wissen, was sie tun, damit es gelingt. Auf diese Weise spielen sie ihre Rolle mit mehr Spontaneität, mit mehr Gefühl. Sobald jemandem bewusst wird, wer er ist, verändert sich alles.
Die Poesie von Kalidasa wird in ganz Indien in Schulen und Colleges gelehrt, aber nur wenige kennen die Geschichte seines Lebens, obwohl er Indiens bedeutendster klassischer Dichter war. Er war ein großer Verehrer von Ma, wie sein Name schon sagt: "Diener (dasa) von Kali". Neun Reinkarnationen lang hat er Kali verehrt und sein Leben jeweils damit beendet, dass er sich selbst opferte. Er schnitt sich seinen eigenen Kopf ab und ließ das Blut auf die Füße Ma's spritzen, alles aus intensiver Liebe zu ihr.
In seiner zehnten Wiedergeburt wurde er als jemand geboren, der schrecklich dumm und fürchterlich häßlich war. Er war nicht einmal in der Lage richtig für sich selbst zu sorgen, von einer Veehrung Kalis ganz zu schweigen. Er war ein Holzfäller, und da alle wußten was für ein Versager er war, nutzten sie ihn alle aus und kauften ihm sein Holz für zwei Rupien ab, während die anderen dieselbe Menge Holz für zehn verkauften. Aber er war froh, viele Kunden zu haben, er hatte genug zu essen und war zufrieden.
Nun hatte der König des Landes eine Tochter, die ebenso klug wie schön war, und als für sie die Zeit kam um zu heiraten, erklärte sie, dass sie nur denjenigen heiraten würde, der sie im Debattieren besiegen konnte. Alle die es versuchten, aber scheiterten, sollten hingerichtet werden. Viele Prinzen sahen ihr Gesicht und verliebten sich in sie, und alle wurden geköpft, weil es ihnen nicht gelang sie zu besiegen.
Eines Tages verlor der König die Geduld, rief seinen Minister und befahl ihm den dümmsten Mann im ganzen Reich zu finden. Und nur um ihr eine Lektion zu erteilen, erklärte er: "Ich werde meine Tochter mit ihm verheiraten".
Der Minister wußte, dass es keinen Sinn hatte zu protestieren, und ging hinaus um nach dem dümmsten Mann zu suchen. Es dauerte nicht lange, da hatte er Kalidasa gefunden, der eifrig damit beschäftigt war, den Ast abzuhacken, auf dem er gerade saß, als der Minister vorbeiging. Dieser sagte Kalidasa, dass der König ihn zu sehen wünsche.
Kalidasa sagte: "Warum? Ich habe nichts falsch gemacht. Warum sollte ich zum König gehen?" Das war die Art, wie er redete, er war wie ein Fakir, immer hatte er seine Launen.
Der Minister sagte: "Nein, nein. Der König will dich sehen, weil er dir etwas geben will." Als Kalidasa erwiderte, "Wenn der König so darauf brennt mich zu sehen, kann er ja herkommen," ließ ihn der Minister von zwei Soldaten, die ihn begleiteten, ergreifen, und zum Palast schleppen.
Als der König Kalidasa sah, war er erstaunt, dass ein so dummer Mann überhaupt exisitieren konnte. Er sagt zu ihm, "Ich möchte, dass du meine Tochter heiratest."
Kalidasa sagte, "Warum sollte ich deine Tochter heiraten? Es gibt im ganzen Reich genug Mädchen unter denen ich wählen kann."
Der König war darüber nicht erfreut und sagte, "Wenn du nicht zustimmst, meine Tochter zu heiraten, wird dir dein Kopf abgeschlagen werden." Kalidasa zuckte mit den Schultern.
Während der Hochzeitszeremonie war die Prinzessin verschleiert, sodass sie ihren Ehemann nicht richtig sehen konnte. Nachher ging sie in das Schlafzimmer, das für die Hochzeitsnacht vorbereitet war. Es war eine wunderschöne, regnerische Nacht, draussen fiel ein leichter Sprühregen, als sie durchs Fenster blickte. Es war Brunftzeit und viele der Tiere des Waldes stießen aus voller Kehle ihre Brunftschreie aus. Sie sah ihren Ehemann ruhig dasitzen und weil sie dachte, dass er schüchtern sei, überlegte sie, wie sie in ihm das Verlangen nach dem Liebesspiel wecken könnte. Gerade in diesem Augenblick stieß ein Kamel seinen eigenartigen, keuchenden Brunftschrei aus, und neckisch fragte sie ihren Ehemann, "Wer ruft denn da seine Gattin?" Ihr Gedanke war, dass er verstand, dass sie wollte, dass er zu ihr kam, wie das die Tiere tun, um Sex zu haben.
In Sanskrit ist das Wort für Kamel ushtra, aber sogar dieses eine Wort war mehr als der arme Kalidasa fähig war auszusprechen und er erwiderte, "Utru, utru." Seine Frau erwachte in diesem Augenblick ernüchtert aus ihrer erotischen Berauschtheit und sie dachte bei sich selbst, "Kann mir mein Vater das wirklich angetan haben?" Dann sagte sie zu Kalidasa, "Du kannst nicht Sanskrit sprechen; du kannst dich nur in gemeiner Sprache ausdrücken. Und du konnstest nicht einmal den Grund meiner Frage erkennen. Raus mit dir, du bist nicht der Richtige für mich." Das erste Mal in seinem Leben fühlte sich Kalidasa verletzt und beleidigt. Er was so angewidert von seiner Verfassung, dass er das Haus verließ und zu einem Kalitempel wanderte. Er begann seinen Kopf gegen die Füße der Bildgestalt zu schlagen - man erinnere sich an den Einfluß der vorhergehenden neun Geburten - bis ein paar Tropfen seines Blutes auf die Füße der Göttin fielen. Das war genug; die Göttin Kali erschien draußen vor dem Tempel und schlug gegen die Tür. "Lass mich hinein," rief Sie, "Ich bin Kali! Du kannst mich um alles bitten!"
Kalidasa erhob sich und stand hinter der Tür, sodass Sie die Tür nicht öffnen konnte und rief, "Ich trau Dir nicht!" Plötzlich waren ihm nämlich seine früheren Geburten vage bewusst geworden, und nun fürchtete er sich, dass Kali sich wieder weigern würde, ihn zu befreien.
Kali sagte, "Nein, du verstehst nicht! Vertrau mir!"
Kalidasa sagte mit verletzter Stimme, "Nein, warum sollte ich Dir vertrauen? Ich hab Dir schon neunmal vertraut und jetzt, sieh mich an!"
Ma sagte mit lieblicher Stimme, "Vertrau mir. Öffne die Tür nur einen Spalt und sieh, das es wirklich deine Kali ist."
Kalidasa sagte, "Ich werde meine Zunge durch die Türe strecken, das ist alles." Und als er das tat, schlug Ma auf seine Zunge und im selben Augenblick erhielt er die Gabe göttlicher Rede. Nicht nur das, er wurde auch groß und gutaussehend. Du magst das nicht glauben; es ist mir einerlei. Aber es ist wahr. Von dieser Zeit an war Ma vierundzwanzig Stunden am Tag bei ihm. Ganz spontan kam ein wunderschöner Vers zum Lobpreis Mas von seinen Lippen.
Als Kalidasa zum Palast zurückkehrte, erkannte ihn niemand. Aber es war einfach zum König vorgelassen zu werden, indem man ein Gedicht rezitierte. Damals liebten die Könige die Poesie. Also rezitierte Kalidas ein Gedicht, in dem er die große Schönheit der Prinzessin pries. Er beschrieb die Falten in ihren Hüften, wenn sie sich drehte, ihre sich hoch aufwölbenden Brüste, die Rundungen ihrer Taille, ihren Nabel. Kalidasa ist berühmt für seine Gleichnisse und Metaphern, deshalb verglich er jeden Teil ihres Körpers mit einem entsprechenden Bildnis in der Natur. Und noch während der Rezitation selbst geschah es, dass die Tochter des Königs auf den Balkon der Frauen trat und als sie Kalidasa sah, sich augenblicklich in ihn verliebte.
Als Kalidasa seine Augen erhob und die Prinzessin sah, wollte er nicht einmal sprechen; er drückte seine Gefühle mit einem Blick, mit einem Lächeln aus. Welche Feinheit es doch in den alten Weisen des Ausdrucks gibt! Als die Prinzessin dies sah, konnte sie sich nicht länger beherrschen und sagte zu ihrem Vater, "Ich will diesen Mann heiraten; er ist der einzige Mann auf der Welt, der für mich passt!"
Der König erwiderte ungehalten, "Weisst du, was du da gerade sagst? Du bist schon verheiratet."
Die Prinzessin erwiderte, "Das ist mir gleichgültig, ich muss diesen Mann haben."
Stellt euch das Erstaunen am Hof vor, als Kalidasa ruhig sagte, "Ich bin dein Ehemann." Kalidasa dankte dem König dafür, dass er ihm seine Tochter zur Frau gegeben hatte. Der König bot Kalidasa im Gegenzug große Ländereien an, was dieser jedoch höflich ausschlug. Dann ging die Prinzessin zum Thron ihres Vaters hinunter und küsste ihren Vater vor der gesamten Versammlung und sagte, "Ich danke dir, Vater, dass du mir einen Ehemann gegeben hast, der meiner Eigenschaften so würdig ist." Und der König, der einen Seufzer der Erleichterung ausstieß, war davon freigesprochen, seine Tochter an diesen armen 'Idioten' Kalidasa verheiratet zu haben.
Kalidasa verließ das Königreich und ging nach Ujjain, wo er die Zierde am Hof des Königs Vikramaditya wurde. Kennt jemand das Gedicht Meghaduta, in dem ein einsamer Yaksha (Engel) sich nach seiner Frau verzehrt, von der er getrennt war? Kalidasa hat dieses Gedicht auf der Grundlage seiner Erfahrung in seiner Hochzeitsnacht geschrieben. In seiner früheren Verfassung war es ihm unmöglich gewesen, all das Elend seiner Zurückweisung auszudrücken. Aber dank der Gnade Mas konnte er diese unglückliche Erfahrung in einen erhabenen Vers übertragen. Wenn er am Anfang nicht unwissend gewesen wäre, wäre er nie dazu auserwählt worden, die Prinzession zu heiraten, er wäre nie dazu getrieben worden, in Verzweiflung seinen Kopf an den Stein zu schlagen und er wäre nie von Ma gerettet worden, sodass er die Prinzessin zurückgewinnen konnte.
Ma wollte, dass er für eine Weile in der Welt lebt und uns seine erhabene Dichtung schenkt. Angenommen, er hätte Sie gleich von Anfang an erkannt; würde er geheiratet haben und das Leben eines Haushälters gelebt haben? Nie. Die Glückseligkeit mit Ma zu leben ist milliardenfach größer als alle weltlichen Vergnügen. Sie wollte ihn teilweise in Ihre Maya verstricken und ihn dann retten, so dass er, während er sich von seinen Verstrickungen befreite, die Welt mit seiner Zunge, als Ihrem Sprachrohr, verzücken konnte. Ein andermal wieder würde Ma jemanden Sie über Jahre verehren lassen, bis die Umstände diese Person dazu zwingen, seine Bindung an Maya aufzugeben, und dann kommst Sie zu ihm. Es ist alles Ihr Spiel.
KALI AND KALIDASA
Ma hat mich gut erzogen. Sie ließ mich um einige meiner früheren Geburten wissen, diejenigen, die für meine gegenwärtige Existenz am wichtigsten sind. Sie wollte aber nicht, dass ich alles auf einmal lernte. In einem Theaterstück ist es manchmal gut, wenn die Schauspieler nicht genau wissen, was sie tun, damit es gelingt. Auf diese Weise spielen sie ihre Rolle mit mehr Spontaneität, mit mehr Gefühl. Sobald jemandem bewusst wird, wer er ist, verändert sich alles.
Die Poesie von Kalidasa wird in ganz Indien in Schulen und Colleges gelehrt, aber nur wenige kennen die Geschichte seines Lebens, obwohl er Indiens bedeutendster klassischer Dichter war. Er war ein großer Verehrer von Ma, wie sein Name schon sagt: "Diener (dasa) von Kali". Neun Reinkarnationen lang hat er Kali verehrt und sein Leben jeweils damit beendet, dass er sich selbst opferte. Er schnitt sich seinen eigenen Kopf ab und ließ das Blut auf die Füße Ma's spritzen, alles aus intensiver Liebe zu ihr.
In seiner zehnten Wiedergeburt wurde er als jemand geboren, der schrecklich dumm und fürchterlich häßlich war. Er war nicht einmal in der Lage richtig für sich selbst zu sorgen, von einer Veehrung Kalis ganz zu schweigen. Er war ein Holzfäller, und da alle wußten was für ein Versager er war, nutzten sie ihn alle aus und kauften ihm sein Holz für zwei Rupien ab, während die anderen dieselbe Menge Holz für zehn verkauften. Aber er war froh, viele Kunden zu haben, er hatte genug zu essen und war zufrieden.
Nun hatte der König des Landes eine Tochter, die ebenso klug wie schön war, und als für sie die Zeit kam um zu heiraten, erklärte sie, dass sie nur denjenigen heiraten würde, der sie im Debattieren besiegen konnte. Alle die es versuchten, aber scheiterten, sollten hingerichtet werden. Viele Prinzen sahen ihr Gesicht und verliebten sich in sie, und alle wurden geköpft, weil es ihnen nicht gelang sie zu besiegen.
Eines Tages verlor der König die Geduld, rief seinen Minister und befahl ihm den dümmsten Mann im ganzen Reich zu finden. Und nur um ihr eine Lektion zu erteilen, erklärte er: "Ich werde meine Tochter mit ihm verheiraten".
Der Minister wußte, dass es keinen Sinn hatte zu protestieren, und ging hinaus um nach dem dümmsten Mann zu suchen. Es dauerte nicht lange, da hatte er Kalidasa gefunden, der eifrig damit beschäftigt war, den Ast abzuhacken, auf dem er gerade saß, als der Minister vorbeiging. Dieser sagte Kalidasa, dass der König ihn zu sehen wünsche.
Kalidasa sagte: "Warum? Ich habe nichts falsch gemacht. Warum sollte ich zum König gehen?" Das war die Art, wie er redete, er war wie ein Fakir, immer hatte er seine Launen.
Der Minister sagte: "Nein, nein. Der König will dich sehen, weil er dir etwas geben will." Als Kalidasa erwiderte, "Wenn der König so darauf brennt mich zu sehen, kann er ja herkommen," ließ ihn der Minister von zwei Soldaten, die ihn begleiteten, ergreifen, und zum Palast schleppen.
Als der König Kalidasa sah, war er erstaunt, dass ein so dummer Mann überhaupt exisitieren konnte. Er sagt zu ihm, "Ich möchte, dass du meine Tochter heiratest."
Kalidasa sagte, "Warum sollte ich deine Tochter heiraten? Es gibt im ganzen Reich genug Mädchen unter denen ich wählen kann."
Der König war darüber nicht erfreut und sagte, "Wenn du nicht zustimmst, meine Tochter zu heiraten, wird dir dein Kopf abgeschlagen werden." Kalidasa zuckte mit den Schultern.
Während der Hochzeitszeremonie war die Prinzessin verschleiert, sodass sie ihren Ehemann nicht richtig sehen konnte. Nachher ging sie in das Schlafzimmer, das für die Hochzeitsnacht vorbereitet war. Es war eine wunderschöne, regnerische Nacht, draussen fiel ein leichter Sprühregen, als sie durchs Fenster blickte. Es war Brunftzeit und viele der Tiere des Waldes stießen aus voller Kehle ihre Brunftschreie aus. Sie sah ihren Ehemann ruhig dasitzen und weil sie dachte, dass er schüchtern sei, überlegte sie, wie sie in ihm das Verlangen nach dem Liebesspiel wecken könnte. Gerade in diesem Augenblick stieß ein Kamel seinen eigenartigen, keuchenden Brunftschrei aus, und neckisch fragte sie ihren Ehemann, "Wer ruft denn da seine Gattin?" Ihr Gedanke war, dass er verstand, dass sie wollte, dass er zu ihr kam, wie das die Tiere tun, um Sex zu haben.
In Sanskrit ist das Wort für Kamel ushtra, aber sogar dieses eine Wort war mehr als der arme Kalidasa fähig war auszusprechen und er erwiderte, "Utru, utru." Seine Frau erwachte in diesem Augenblick ernüchtert aus ihrer erotischen Berauschtheit und sie dachte bei sich selbst, "Kann mir mein Vater das wirklich angetan haben?" Dann sagte sie zu Kalidasa, "Du kannst nicht Sanskrit sprechen; du kannst dich nur in gemeiner Sprache ausdrücken. Und du konnstest nicht einmal den Grund meiner Frage erkennen. Raus mit dir, du bist nicht der Richtige für mich." Das erste Mal in seinem Leben fühlte sich Kalidasa verletzt und beleidigt. Er was so angewidert von seiner Verfassung, dass er das Haus verließ und zu einem Kalitempel wanderte. Er begann seinen Kopf gegen die Füße der Bildgestalt zu schlagen - man erinnere sich an den Einfluß der vorhergehenden neun Geburten - bis ein paar Tropfen seines Blutes auf die Füße der Göttin fielen. Das war genug; die Göttin Kali erschien draußen vor dem Tempel und schlug gegen die Tür. "Lass mich hinein," rief Sie, "Ich bin Kali! Du kannst mich um alles bitten!"
Kalidasa erhob sich und stand hinter der Tür, sodass Sie die Tür nicht öffnen konnte und rief, "Ich trau Dir nicht!" Plötzlich waren ihm nämlich seine früheren Geburten vage bewusst geworden, und nun fürchtete er sich, dass Kali sich wieder weigern würde, ihn zu befreien.
Kali sagte, "Nein, du verstehst nicht! Vertrau mir!"
Kalidasa sagte mit verletzter Stimme, "Nein, warum sollte ich Dir vertrauen? Ich hab Dir schon neunmal vertraut und jetzt, sieh mich an!"
Ma sagte mit lieblicher Stimme, "Vertrau mir. Öffne die Tür nur einen Spalt und sieh, das es wirklich deine Kali ist."
Kalidasa sagte, "Ich werde meine Zunge durch die Türe strecken, das ist alles." Und als er das tat, schlug Ma auf seine Zunge und im selben Augenblick erhielt er die Gabe göttlicher Rede. Nicht nur das, er wurde auch groß und gutaussehend. Du magst das nicht glauben; es ist mir einerlei. Aber es ist wahr. Von dieser Zeit an war Ma vierundzwanzig Stunden am Tag bei ihm. Ganz spontan kam ein wunderschöner Vers zum Lobpreis Mas von seinen Lippen.
Als Kalidasa zum Palast zurückkehrte, erkannte ihn niemand. Aber es war einfach zum König vorgelassen zu werden, indem man ein Gedicht rezitierte. Damals liebten die Könige die Poesie. Also rezitierte Kalidas ein Gedicht, in dem er die große Schönheit der Prinzessin pries. Er beschrieb die Falten in ihren Hüften, wenn sie sich drehte, ihre sich hoch aufwölbenden Brüste, die Rundungen ihrer Taille, ihren Nabel. Kalidasa ist berühmt für seine Gleichnisse und Metaphern, deshalb verglich er jeden Teil ihres Körpers mit einem entsprechenden Bildnis in der Natur. Und noch während der Rezitation selbst geschah es, dass die Tochter des Königs auf den Balkon der Frauen trat und als sie Kalidasa sah, sich augenblicklich in ihn verliebte.
Als Kalidasa seine Augen erhob und die Prinzessin sah, wollte er nicht einmal sprechen; er drückte seine Gefühle mit einem Blick, mit einem Lächeln aus. Welche Feinheit es doch in den alten Weisen des Ausdrucks gibt! Als die Prinzessin dies sah, konnte sie sich nicht länger beherrschen und sagte zu ihrem Vater, "Ich will diesen Mann heiraten; er ist der einzige Mann auf der Welt, der für mich passt!"
Der König erwiderte ungehalten, "Weisst du, was du da gerade sagst? Du bist schon verheiratet."
Die Prinzessin erwiderte, "Das ist mir gleichgültig, ich muss diesen Mann haben."
Stellt euch das Erstaunen am Hof vor, als Kalidasa ruhig sagte, "Ich bin dein Ehemann." Kalidasa dankte dem König dafür, dass er ihm seine Tochter zur Frau gegeben hatte. Der König bot Kalidasa im Gegenzug große Ländereien an, was dieser jedoch höflich ausschlug. Dann ging die Prinzessin zum Thron ihres Vaters hinunter und küsste ihren Vater vor der gesamten Versammlung und sagte, "Ich danke dir, Vater, dass du mir einen Ehemann gegeben hast, der meiner Eigenschaften so würdig ist." Und der König, der einen Seufzer der Erleichterung ausstieß, war davon freigesprochen, seine Tochter an diesen armen 'Idioten' Kalidasa verheiratet zu haben.
Kalidasa verließ das Königreich und ging nach Ujjain, wo er die Zierde am Hof des Königs Vikramaditya wurde. Kennt jemand das Gedicht Meghaduta, in dem ein einsamer Yaksha (Engel) sich nach seiner Frau verzehrt, von der er getrennt war? Kalidasa hat dieses Gedicht auf der Grundlage seiner Erfahrung in seiner Hochzeitsnacht geschrieben. In seiner früheren Verfassung war es ihm unmöglich gewesen, all das Elend seiner Zurückweisung auszudrücken. Aber dank der Gnade Mas konnte er diese unglückliche Erfahrung in einen erhabenen Vers übertragen. Wenn er am Anfang nicht unwissend gewesen wäre, wäre er nie dazu auserwählt worden, die Prinzession zu heiraten, er wäre nie dazu getrieben worden, in Verzweiflung seinen Kopf an den Stein zu schlagen und er wäre nie von Ma gerettet worden, sodass er die Prinzessin zurückgewinnen konnte.
Ma wollte, dass er für eine Weile in der Welt lebt und uns seine erhabene Dichtung schenkt. Angenommen, er hätte Sie gleich von Anfang an erkannt; würde er geheiratet haben und das Leben eines Haushälters gelebt haben? Nie. Die Glückseligkeit mit Ma zu leben ist milliardenfach größer als alle weltlichen Vergnügen. Sie wollte ihn teilweise in Ihre Maya verstricken und ihn dann retten, so dass er, während er sich von seinen Verstrickungen befreite, die Welt mit seiner Zunge, als Ihrem Sprachrohr, verzücken konnte. Ein andermal wieder würde Ma jemanden Sie über Jahre verehren lassen, bis die Umstände diese Person dazu zwingen, seine Bindung an Maya aufzugeben, und dann kommst Sie zu ihm. Es ist alles Ihr Spiel.
Samstag, 27. September 2008
good and bad news!
Hast Du eine gute Nachricht in Deinem Leben erhalten, behalte sie für Dich und lass sie in Dir wachsen.
Hast Du eine schlechte Nachricht erhalten, rufe Deine Freunde an, schreibe sms, oder emails, und spreche darüber. Weine es raus und befreie Dich davon.
Denke nach, warum es sich so verhält!
Warum wächst eine Pflanze zuerst in der Dunkelheit? Woraus entsteht innere Kraft? Aus dem Hellen oder aus dem Dunklen?
Hast Du eine schlechte Nachricht erhalten, rufe Deine Freunde an, schreibe sms, oder emails, und spreche darüber. Weine es raus und befreie Dich davon.
Denke nach, warum es sich so verhält!
Warum wächst eine Pflanze zuerst in der Dunkelheit? Woraus entsteht innere Kraft? Aus dem Hellen oder aus dem Dunklen?
Freitag, 14. März 2008
Übersetzung aus dem Aghora 1 Buch

Die Tantriker streben nicht wie diejenigen die Yoga praktizieren danach, ihre Emotionen völlig auszulöschen, sondern sie verstärken sie und übertragen sie vollständig auf eine Gottheit, eine personifizierte kosmische Kraft. Alle Neigungen des Aspiranten können in dieser Beziehung zwischen Verehrendem und der Gottheit gelebt und dadurch die Unterdrückung jedweder Bedürfnisse, die später wieder hervorbrechen und die Harmonie stören könnten, vermieden werden.
Deshalb insistiert Tantra darauf, dass "es keine Mukti (Freiheit von Illusion) ohne Bhukti (Genuss) gibt." "Genuss" bezieht sich hier auf alle Phänomene, die einem Individuum widerfahren können, egal ob sie 'gut' (erfreulich) oder 'schlecht' (schmerzhaft) sind. Der Aspirant verlässt sich, was seinen Schutz und seine Versorgung betrifft, auf die Großzügigkeit der Natur (personifiziert als Gottheit). Yoga und Vedanta zielen direkt auf die Befreiung, was in früheren Zeiten der geeignete Weg war, als das Leben in der Welt noch weniger beanspruchend war. Tantra ist in der heutigen Welt der praktischere Weg. Ayurveda ist für diejenigen gedacht, die nur nach Bhukti, unbegrenztem Sinnengenuss streben. Er wurde als eine separate Lehre verkündet, da die spirituellen Aspekte von Gesundheit heute von Vielen nicht mehr verstanden werden.
Die Lehre von der Kundalini und den Chakras steht in Verbindung mit jener der Fünf Großen Elemente. Wenn die Elemente in einem Individuum gründlich gereinigt wurden, hat die Kundalini Shakti, selbst eine Göttin, freie Bahn um aufwärts durch die Chakras zu steigen, und im Gehirn auf Ihren Shiva zu treffen und sich mit ihm zu vereinigen. Jedes der fünf unteren Chakras ist der Sitz der subtilen Form eines Elements, und nur wenn diese gereinigt und harmonisiert sind, kann sich die Kundalini aus deren Zugriff befreien.
Foto © Thomas L. Kelly
Sonntag, 10. Februar 2008
Arpana
“Verschmelzung” (Arpana) bedeutet im Tantra nicht, dies mit einem Partner zu tun, auch wenn die Liebe zu einem anderen als Mittel dienlich sein kann. Es geht vielmehr darum, durch die tantrischen Übungen mit Deinem göttlichen Kern in Kontakt zu treten, sodass dann andere Wesenheiten auf Dich aufmerksam werden, denen es dann obliegt, Dich mit der unendlichen Quelle allen Lebens zu verbinden.”
Mittwoch, 30. Jänner 2008
so einfach

"Die Dunkelheit der Maya naht heimlich heran. Lasst uns nach innen gehen, wo wir wirklich zuhause sind" (Paramahansa Yogananda,
Donnerstag, 03. Jänner 2008
Dienstag, 02. Oktober 2007
Paradise on Earth

Einige von Euch kennen mein Paradiese on Earth Projekt. Es geht dabei darum, auf einem paradisischen Platz eine spezielle Art von Community zu schaffen. Es soll auch ein Seminarzentrum geben, zu welchen die Leute kommen können, kurz- oder langfristig. Es soll in der Natur sein, vom Palmen umgeben. Ein Bach soll durch das Gebiet durchfliessen. Es werden Jacuzzis in die Natur integriert sein und wir werden inmitten von Grün warme Bäder nehmen können. Man wird wunderbare Massagen bekommen und Eltern mit Kindern werden an Seminarprogrammen teilnehmen können, während die Kinder ihr eigenes Yoga-Fun-Programm bekommen. Einige Leute werden auf diesem ca 1-2 ha grossen Areal auch leben und Häuser haben. In diesem Seminarhaus wird authentisches Tantra-Yoga unterrichtet werden und eine Vision wird in Erfüllung gehen. Eine Vision, die die Erde wieder atmen lassen wird. Eine Vision, in der Menschen ihr Menschsein absolut leben können und lernen wahrhaftig zu leben, zu lieben, zu verstehen, in die tiefe der absoluten Existenz einzutauchen. In diesem Zentrum sollen Menschen leben, die wirklich leben wollen, erwachen wollen. In diesem Zentrum wird man lachen, in diesem Zentrum wird man wahrhaftig glücklich sein.
Montag, 01. Oktober 2007
Aghora

... dieses wunderbare Buch, endlich habe ich eine Schrift gefunden, die lesbar ist (Arthur Avalon ist sicherlich nach wie vor am bestem, aber so trocken zu lesen) und über das traditionelle indische Tantra berichtet. Es gibt 3 Bände, wobei der erste eigentlich der kräftigste ist. Wenn man in Wien lebt und über Tantra etwas wirklich fundamentales lesen will, geht zum lieben Dieter in die Buchhandlung 777 in der Domgasse, dort ist dieses Buch lagernd. Aghora ist wie ein Castaneda auf indisch getrimmt...
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